Krise mal anders

Für meine Freunde und mein Umfeld ist es ja nicht sonderlich überraschend, für mich dennoch blöde Erkenntnis. Ich stecke mal wieder in einer Krise. Ich bin suizidal. An manchen Tagen mehr, an manchen kaum. Doch es schwankt und ich fürchte den Moment, in dem ich die Kontrolle verliere und dem Drängen nachgehe. Wie damals. Als um mein Leben gekämpft wurde. Ohne, dass es mir wichtig war.

Wie in jeder handfesten Krise, gibt es oft Ursachen und meist den Ganz in die Klinik. Doch nicht in dieser Krise. Ich möchte sie ambulant meistern. Also, wie tue ich das denn nun bitte?

Ich habe mir selbst versprochen in die Klinik zu gehen, wenn zu viele Anteile sterben wollen und die Älteste nicht mehr dagegen halten kann. Ich war gestern beim Psychiater und gehe Donnerstag wieder hin. Ich war bei meiner Therapeutin. Ich war beim Hausarzt. Hashimoto, also Schilddrüse, als Verstärker abklären lassen. Wenn ich einen Schub habe, dann würde dies meine Symptome erklären. Nun ja. Warten

Ich nehme mehr retadiertes Seroquel, zur Nacht Zopiclon und der Betablocker wird höher gesetzt, während das Venlafaxin runter geht.

Der andere Plan ist Routine und Alltag. Jeden Morgen gleich aufstehen, immer duschen, immer was gescheites anziehen, Essen, trinken, schlafen, wenn es geht. Haha, Schlafen. Haha. Lege ich mich kurz hin, wache ich mit Panik und völlig desorientiert wieder auf.

Ich gehe einkaufen, mache den Haushalt. Jeden Tag ein paar Aufgaben. Raus aus der Wohnung, trotz Panik. Bewegung ist wertvoll. Mir was Gutes tun. Ja das wird. Das geht.

Klopfen bei Anspannung, immer auf die Schenkel, immer im Rhythmus. Notfallkoffer und jede Menge Skills der DBT.

Doch ich unterlasse auch die Vermeidung. Ich sehe wieder mehr hin. Ich schaue meinen Nöten ins Gesicht, auch wenn ich Fürchte die Kontrolle zu verlieren, zu ertrinken und die Gefühle nicht mehr in den Griff zu bekommen. Ich arbeite mit Düften, Rosmarin-Campher und Angelikawurzel. Anstatt mich nur stumpf abzulenken, werde ich versuchen meine Gefühle und Erinnerungen in Worte zu fassen, damit ich sie in den Tresor tun kann. Aus Panik vor einem Kontrollverlust.

Mit meiner Therapeutin konnte ich erläutern, wieso ich so abbaue.

  1. Die Arbeit ist mir sehr wichtig, doch ich werde auch mehr Teil des Teams, erfahre mehr interne Probleme und kann mich von dem Zickenkrieg der Kollegen schlechter abgrenzen. Auch sind wir unterbesetzt, durch Krankheit und Urlaub. Dann wurde ein Schmuckstück beschädigt und seit dem ist die Stimmung angespannt, da es niemand gewesen sein will. Man traut sich nicht mehr
  2. Ich setzte Medikamente ab und bin dadruch noch dünnhäutiger
  3. Der Schilddrüsendefekt könnte mich noch sensibler machen
  4. Die Erinnerungen an meinen Bruder lassen mich immer weniger los und sind mit grauenhaften Gefühlen verbunden. Wir können an die Thematik kaum ran, da mir dafür die Stabilität fehlt. In mir ist eine Erinnerung voller Qual, mein Körper weiß es, schickt Schmerzen und das Kind, die kleine Anna ist oft aktiv.
  5. Der Verlust einer Freundin, auf Grund ihrer sehr komplizierten Art, kostet mich noch Kraft. Ich wahr wohl mit einer einer stark traumatisierten und dabei sehr komplizierten Person befreundet, die mich dabei jedoch stark in validierte und beschnitt

Es ist nicht verwunderlich, ich muss immer kämpfen, auch das Zwischenmenschliche auf der Arbeit ist Nichts, was mir spielend leicht fällt. Jeder Schritt kostet Kraft. Und eben diese habe ich nicht mehr. Nicht, wenn keine Nacht erholsamen Schlafes mir vergönnt ist.

Auch habe ich mit meiner Bildungsbegleiterin gesprochen. Mich krankschreiben zu lassen, ist gut und richtig, besser als durch die Arbeit noch schwächer zu werden, oder meine Kollegen anzumeckern. Auf mich zu achten, ist genau das, was ich tun muss und soll. Der Chef ist nicht unzufrieden mit mir oder enttäuscht, denn ich bin über die Behindertenwerkstatt da und somit war klar, dass ich jederzeit krank sein kann. Das ist völlig in Ordnung, es wäre viel schlimmer, wenn ich auf mangelnde Rücksicht auf die Gesundheit, durch meiner Selbst, die Kollegen oder Kunden schlecht behandele oder mit den Wertgegenständen nachlässig wäre. Diese Aussagen hat mich auch noch einmal bestärkt auf mich zu achten und lieber daheim zu bleiben, als mit den Kopf durch die Wand zu gehen.

Also, ich werde diese Krise ambulant meistern. Hoffe ich.

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Kraft tanken

Anscheinend ist es wohl so einfach. Schlafen. Einfach schlafen. Was mir der ruhige Schlaf im Alltag fehlt, fällt mir erst jetzt auf, wo ich ihn habe. Zwei Nächte schlafe friedlich und tief. Sicher mit Hilfe von Zopiclon, doch es ist eine Wohltat. Ich habe meinen besten Freund getroffen und eine liebe Arbeitskollegin. Ich fühle mich besser, freier, ruhiger. Die Gedanken kommen zur Ruhe und ich habe das Gefühl, dass es besser werden kann. Morgen noch bin ich krank geschrieben. Erst hole ich die restlichen Zopiclon von meiner Ärztin und frage wie weit ich mit dem Venlafaxin runter soll. Dann ist Therapie. Im Moment kann nicht nicht klagen. Ich kann vielmehr durchatmen. Schlafen. Ich habe weniger Angst und fühle weniger Anspannung oder Druck. Sicher ich bin schnell erschöpft und brauche Ruhe. Ich bin sehr schnell müde und einfach kaputt. Doch dabei fühle ich mich nicht negativ, sondern einfach, ja einfach eben. Ich ruhe mich aus und tue Dinge, die mir Spaß machen. Meine Gedanken lasse ich treiben und seit langer Zeit spüre ich mal wieder etwas wie Ruhe.

Sätze der Anderen

Eine ganze Weile habe ich mir selbst ganz gut etwas vorgemacht. Habe mich mit den Problemen der nun ehemaligen Freundin beschäftigt und meine damit gepflegt außen vor gelassen. „Ich will nicht mehr leben“ Ein Satz in meinem Kopf, von dem ich nicht so sicher weiß, wo er her stammt. Von mir der fast 30-Jährigen Alice stammt er nicht. Auch nicht von der missbrauchten Anna. Ich tippe da auf die Architektin J. Sie müsste so 25 sein. Doch der Satz hat sich vor rund einer Woche gewandelt. „Ich will sterben.“ Eine andere Hausnummer. Ich kann den Satz nicht mehr gut blocken. Er färbt meine Gedanken ein. Die Tage werden immer schwerer und ich kämpfe mich durch. Massive Ablenkung. Ich kann nicht zur Ruhe kommen. Kann nicht gut schlafen. Albträume. „Sterben?“ „Willst du wirklich dreißig werden?“ „Wie tun wir es?“ Ich bin heute zu meiner Ärztin gegangen und habe es offen auf den Tisch gelegt. Ich weiß nicht genau, warum es mir so geht. Ich bin einfach so müde. Ich habe so viele Nebenwirkungen vom Venlafaxin mittlerweile. Müde. So müde.Sterben? Steht nicht auf dem Plan. Doch verlockend. Meine Therapeutin weiß um meine Situation und Montag sprechen wir drüber. Ich bin bis Dienstag krank geschrieben. Und ja ich habe nun eine geringe Menge Zopiclon im Haus, um mal wieder schlafen zu können. Ohne Albträume und Panik. Venlafaxin wird abgesetzt. Und dann mal sehen. Kriege ich es nicht in den Griff, steht Klinik an. Ich mag nur gerade einfach mich lieber an den Alltag halten.

Was hilft mir nun? Ruhe. Positive Dinge. Es ist ganz nah an der Oberfläche. Es überfordert mich. Immer wieder diese Erinnerung gepaart mit der tiefen Verzweiflung von Anna und der Müdigkeit der 25-Jährigen. Es ist schwer da noch zu funktionieren, ich habe Angst, das alle Dämme brechen, wenn mich nur wer mitleidig ansieht. Komme ich zur Ruhe, bricht in mir ein Sturm an Gefühlen los. Trauer, Verzweiflung und immer wieder ein stumpfes durchhalten müssen. Anna. 9 Jahre alt. Immer wieder werde ich zu ihr, wenn ich im Bett liege und schlafen möchte. Immer wieder. Schmerzen. Mein Körper schmerzt, ich dissoziiere ihn weg. Angst auf der Straße, vor Männern, vor Menschen, die zu nahe sind, Angst davor, dass es auffällt. Einer sieht, dass ich geschändet bin, anders und voller Angst. Schwach? Wirke ich angreifbar?

… Was tun? Gute Frage. Weniger ablenken und mehr hinsehen, wenn es irgendwie geht. Die Erinnerungen weg packen. Schlafen, zur Ruhe kommen.

Mein Gesicht schmerzt, denn ich beiße fast nur die Zähne aufeinander. Oh ja die Kleine will in die Klinik. Andere auch. Doch was nützt das denn? Sie, die toxische Freundin ist da. Und der letzte Aufenthalt hat mehr kaputt gemacht, als geholfen. Kann ich das nicht so in den Griff kriegen? Und wenn ja, wie?

Ich möchte die Kontrolle nicht verlieren. Achtsam werde ich wieder mehr schreiben, ich werde mir den Druck nehmen funktionieren zu müssen und mich weniger ablenken. Irgendwie muss ich ja dem Ganzen näher kommen, denn ich weiß wirklich nicht, was eigentlich los ist. Es wird immerhin ruhiger. Die Arbeit läuft. Es wird nur so anstrengend, die vielen Stunden, die Verantwortung und nebenbei versuche ich das alles in mir zu deckeln. Bis es mir wohl um die Ohren fliegt. Doch dann muss ich wohl in die Klinik

Montag gehe ich wieder zur psychiatrischen Ambulanz und hoffe auf das Beste. Hoffe ich kann schlafen, das restliche Zopiclon bekommen und weiter machen.

Ein Absturz ist mir gerade echt zu doof. Mit meinen Ego States muss ich wohl mal reden und auch Dame Thera meinte, dass wir die Kleine schützen und reifen lassen müssen. Es steht nicht mehr zur Debatte, ob da Missbrauch war, oder ob ich eine PTBS habe. Schon lustig, Vor Monaten drehte sich alles nur darum. Nun ist es so offensichtlich, dass es mir schon wieder egal ist, was ich habe oder eben nicht.

Diskrepanz

Es ist irgendwie komisch, ich bin verwirrt und finde jedoch keine Lösung. Meinen Alltag, den Haushalt, ja sogar die Arbeit, das Alles bekomme ich geregelt. Ich gehe meinen Pflichten nach einem Uhrwerk gleich.

Jedoch bin ich immer müde und angespannt, meine Zähne und Kiefer schmerzen, da ich sie oft aufeinander presse. Ich bin erschöpft und habe oft schmerzende Gelenke. Gehe ich aus meiner Haustür hinaus auf die Straße, überfallen mich diffuse Ängste. Wenn ich mich nicht ablenke im Alltag, überfällt mich eine tiefe Traurigkeit und ja ich werde dann lebensmüde. Ich stehe, lachte eben noch, verabschiedete meinen besten Freund und dann stehen mir Tränen in den Augen. Ich kann es nicht greifen, oder etwas dagegen tun. Somit finde ich keine Entspannung, da ich mich sehr ablenke, um nicht in das Loch zu fallen, um nicht die Trauer und Überforderung zu spüren, um nicht wieder kleiner zu werden und voller Verzweiflung zu sein.

Ja ich lache nach Außen und meistere die Aufgaben, die mir mein Leben so stellt, doch in mir ist es sehr finster derzeit. Ich verleugne es, ich spreche kaum drüber, doch langsam merke ich, wie es mich auffrisst.

Ich habe es meine Therapeutin mitgeteilt und ich hoffe, dass wir Montag einen Umgang dafür finden können. Auch muss ich zum Hausarzt um den Hashimoto abzuklären. Am Freitag werde ich meine Psychiaterin bitten das Venlafaxin gegen etwas anderes auszutauschen, da die Langzeitnebenwirkungen nicht mehr tragbar für mich sind. Ich bekomme schon beim Haare frisieren Schweißausbrüche und habe oft Herzrasen. Ich kann das so nicht mehr. Auch bezweifle ich, dass ich überhaupt noch eine Wirkung habe.

Mein Leben verläuft wirklich in ruhigen Bahnen, viele Schwierigkeiten sind beseitigt, doch anstatt mich gut zu fühlen, wächst der Kummer in mir. Es ist alter Kummer. Es ist die Vergangenheit. Und ja irgendwie fühle ich mich depressiv. Wie damals. Als ich krank wurde um 2012. Ich hoffe ich kann mit meinen Profis einen Weg daraus finden.

Knackende Knochen

Mein Kiefer knackt. Eigentlich immer. Ich presse oft die Zähne fest aufeinander. Anspannung? Merke ich nicht wirklich, doch sie ist da. Ich kann nicht gut schlafen, bin müde und oft gereizt. Ich bin unsicher und ängstlich. Möchte endlich in einen Chor und den VHS-Kurs anfangen, habe aber sehr große Angst mich damit zu überfordern und auszubrennen. Ich bin so oft so müde. Gefühlt immer in Hab-Acht- Vor depressiven Löchern, plötzlichen Tränen. Doch warum, warum ist das so?

Warum habe ich so oft das Gefühl zu fallen, zu ertrinken, warum ist da so oft das Gefühl so klein zu sein? Warum sind da seine Augen?

Warum habe ich Angst und spüre es in meinem Heiligsten? Was ist es? Erregung? Fremdkörper? Schmerz? Es macht mich dünnhäutig. Ich hasse den Bereich immer mehr. Ich sehe ihn nicht mehr an. Er ist notwendig, dass ist alles.

Die letzte Zeit war so ermüdend. Ich wurde ausgenutzt und ausgelaugt aufs Übelste. Habe es aber auch passieren lassen. Nun habe ich wieder Luft zum atmen und all das Verdrängt meldet sich wieder. Wo einst Zweifel waren, ist nun Gewissheit. Doch ich kann es nicht fassen, will es nicht glauben. Glauben müssen. Es lähmt mich und macht mir hohl.

Meine Stimmung schwankt sehr und ich fürchte den Absturz. Doch habe ich auch sehr viel mehr Freude und Kraft, als ich selbst glaube. Oft fühle ich mich überfordert und dann schaffe ich es doch wieder mit wenig Aufwand und frage mich, warum ich vorher so eine Welle gemacht habe. Ich finde es gerade irgendwie nervig so zu sein. Ich meine es läuft gut, warum kann es in mir dann nicht gut laufen? Was arbeitet da? Was will da gehört fragen? Und warum frage ich mich das, wo es doch auf der Hand liegt… HAHA.

Dabei habe ich etwas sehr Positives am Wochenende erlebt. Meine Eltern waren zu Besuch. Wir hatten uns seit November nicht mehr gesehen, aufgrund der Therapie und einer Kontaktpause. Ich habe sie eingeladen ,geputzt wie eine Irre und Kuchen gebacken. Ich wollte alles perfekt haben. Dann waren sie da. Ich hatte wieder große Angst sie zu enttäuschen, dass meine Ma wieder kalt wie Eis wäre oder wir uns nichts zu sagen hätten. Sie kamen mit Bergen von Lebensmitteln an und Süßigkeiten. Doch das war nebensächlich, denn sie zeigten mir immer ihre Liebe durch materielle Dinge. Doch allein, dass sie kamen, war ein großer Schritt. Sie umarmten mich beide und meine Ma hatte Tränen in den Augen vor Freude. Es war unglaublich. Mein Vater ist nun Rentner, beide sind entspannter und gelassener und ja sie akzeptieren mein So- Sein. Sie sagten, auch wie stolz sie auf meine Entwicklung seien. Klar gab es auch ein paar Nadelstiche in Form von Invalidierungen, doch diese sprach ich sofort an. Ich habe auch keine hohen Erwartungen mehr an sie, ihre Meinung ist nicht mehr wichtig und ich bin unabhängig. Dadurch sind wir wohl alle gelassener. Sie haben mich immer geliebt, das steht nicht zur Debatte. Nur waren sie so belastet, dass sie ihre Last auf mich übertrugen und mich darunter begruben. Doch das ist Vergangenheit. Ich bin groß und stark. Ich brauche sie nicht mehr und eben weil ich mich frei von der Abhängigkeit gemacht habe, kann ich sie in meiner Nähe haben, ohne Schmerz.

Ja und allein das Gefühl wieder Eltern zu haben lässt mich lächeln. Neben all dem inneren Zwist, passiert doch viel Gutes.

Sommerabend

Der Kater knuspert munter sein Trockenfutter, das Feuchtfutter lässt er wie immer liegen. Dabei ist es schon so hochwertig, dass ich es essen könnte. Doch nunja. Ich esse lieber weiter die Schokolade. Draußen geht langsam die Sonne unter, der strahlend blaue Himmel wird langsam rosa und orange. Es ist ein friedlicher Abend. Ich komme immer mehr zur Ruhe und fühle mich sichtlich wohl. Die Wohnung habe ich heute gründlich geputzt, mein bester Freund half mir dabei. Nach getaner Arbeit saßen wir beide auf dem Sofa, ich schmiegte mich an seine Schulter und hörte, wie sein Herz schlug. Dann spritze er mich mit der Blumenspühflasche an und wir lieferten uns ein wildes Kitzel- und Wassergefecht. Wir lagen beide lachend am Boden. Mein bester Freund gibt mir ein kleines bisschen Nähe. Gerade so viel Nähe, wie ich ertragen kann und doch so dringend brauche. Dass er in einer festen Partnerschaft ist, erleichtert es mir. Dann habe ich heute nach langer Zeit meinen Seelenkeks wieder getroffen, jenen Menschen, der mich damals in meiner neuen Heimatstadt so liebevoll auffing und beibrachte frei zu leben. Es war ein schönes Gefühl und ein Anknüpfen an alte Zeiten. Morgen besuchen mich meine Eltern. Ich sehe sie somit seit Ende November das erste Mal wieder. Wir haben ein distanziertes Verhältnis, dabei jedoch herzlich. Sie sind mir wichtig, doch beeinflusst mich ihre Meinung nicht mehr so und ich würde mich in der Not nicht mehr an sie wenden. Ihre Meinung und Handlungen beeinflussen mich nicht mehr so und ich kann mich von ihren Invalidierungen distanzieren.
Mir geht es seit einer Woche sichtlich besser. Eine belastende Situation hat sich aufgelöst. Eine Person ist aus meinem Leben getreten und mir fiel erst dadurch auf wie sehr mich diese Person negativ beeinflusst hat. Ich bin wieder Herrin meiner Zeit und kann über mein Leben wieder frei bestimmen. Freunde, die viel zu kurz kamen, haben wieder Kontakt zu mir. Ich bin nicht mehr suizidal und kann atmen. Ich war so vereinnahmt, ja gar erschlagen.

Auch kann ich mir wieder mehr auf meine Arbeit konzentrieren, die Stunden erhöhen, und weiter an mir arbeiten.

Eine Last ist von meinen Schultern gefallen und ich merke, dass meine innere Last noch immer da ist. Meine Vergangenheit und der Missbrauch lähmen mich manchmal nahezu. Wenn ich vor Trauer, Verzweiflung oder Hilflosigkeit mein Bett nicht mehr verlassen kann. Wenn meine Stimmung von Jetzt auf Gleich ins Bodenlose fällt. Wenn innere Bilder mich quälen oder Ängste mich auffressen. Dass alles reicht schon um daran zu wanken. Ich brauche leider all meine Kraft für mich selber. Egal, wie sehr ich mich als Verräterin fühle, als miese Person und jemanden, der eine Person in Not alleine lässt. Doch ich kann nicht so weiter machen, denn sonst verliere ich alles dabei.

Ich nehme das Tempo raus, lebe für mich selber und meine Freunde, die mir Halt geben, lebe für meine Arbeit und den Weg nach Vorne. Ich bin so sehr ins Straucheln gekommen, Vieles ging viel zu schnell. Weißer Ring, Körpertherapie. Ich brauche erst einmal Ruhe und Langsamkeit.

 

Passwort

Hallo liebe LesserInnen,

ich sah mich in der Lage ein paar Beiträge in Zukunft mit einem Passwort zu versehen, den Follownern werde ich versuchen es zukommen zu lassen, ansonsten ist es auf Anfrage per Mail (unter Kontakt) zu erhalten

Herzlichst Alice